-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Treppenformen - 21.05.2018
 Ausbau / Treppen  / Treppenformen       


SICHER HINAUF UND HINAB

Diese vielgenutzten Bauteile verbinden Geschosse miteinander. Dazu sollen sie sicher und bequem zu begehen sein, keine Stolperfalle für Ältere und kein Klettergerüst für Kinder. Nicht von ungefähr passieren im Haus, neben Küchenunfällen, die meisten Unfälle auf Treppen (Ausrutschen, Stolpern und Stufe verfehlen). Generell sind zwischen zwei vollwertigen Geschossen (auch bewohntes Dachgeschoss) "notwendige Treppen" gesetzlich vorgeschrieben.

Folgende Formen werden eingesetzt:
- Gerade Treppe
- Podesttreppe
- Wendeltreppe
- Spindeltreppe
- Einholmtreppe
- Spartreppe

Letztere ist, wie auch Klapp-, Scheren- und Einschubtreppe nur als Zweittreppe oder nur zum ungenutzten Boden/Spitzboden geeignet. Die Auswahl eines bestimmten Treppentyps ist deshalb immer platz-, material- und kostenabhängig. Das eingesetzte Material reicht von dem wohl wichtigsten, dem Holz, Stahl, Aluminium, Natur- und Kunststein bis hin zum Stahlbeton.

Holztreppen
Unter Berücksichtigung von Qualität, Stabilität und wohngesundheitlichen Aspekten immer eine sehr gute Wahl. Soll es Massivholz sein, so verwendet man  Eiche, Buche, Ahorn oder Esche. Weichhölzer wie Fichte, Kiefer oder Lärche finden ebenfalls Verwendung. Für welches Holz man sich entscheidet, ist unter anderem vom Grad der Belastung, vom Stil der Einrichtung und natürlich von Geschmack und Budget des Bauherrn abhängig. Für Stufen- oder Setzbretter wird im Allgemeinen Hartlaubholz, Nadelholz oder die preisgünstigere Spanplatten-Version verwendet. Wangen und Tragbalken bestehen überwiegend aus weniger harten Nadelhölzern oder furnierten Holzwerkstoffplatten. Trittstufen erhalten eine Beschichtung, die aus mehrfach aufgetragenem Kunstharz besteht, um den Grad der Abnutzung so gering wie möglich zu halten.

Stahltreppen
Ob im Wintergarten, Dachgeschoss, als Zweit- oder Spartreppe sowie im Aussenbereich: Stahltreppen, die sich durch eine extrem hohe Belastbarkeit bei geringem Konstruktonsgewicht auszeichnen, sind überall und schnell einsetzbar. Die Festigkeit von Stahl ermöglicht es, mit schlanken Gliedern zu bauen. Der Schallschutz ist allerdings ein (lösbares) Problem.
Aluminiumtreppen sind nicht so hoch belastbar, ansonsten jedoch gleichwertig. Stahlbetontreppen werden in der Regel aus vorgefertigten Teilen hergestellt.

Treppentypen
- Laufplattentreppe
, bestehend aus Stahlbeton als Tragkonstruktion, mit aufbetonierten oder später aufgelegten Stufenkeilen
- Balkentreppe, bestehend aus einem oder mehreren Balken, denen Platten- oder Keilstufen aufgesattelt oder aufgelagert werden.
- Wangentreppe, als Sonderform der Balkentreppe, bestehend aus rechteckigen sogenannten Wangen, zwischen denen seitlich die Stufen gehalten werden.
- Kragtreppe, bestehend aus einzelnen, einer Laufplatte aufgelagerten Stufen, die einseitig in eine Wand oder Spindel eingespannt sind.
- Harfentreppe, bestehend aus einzelnen Stufenplatten, die zwischen geschossweise verspannten Stahlseilen, -rohren oder -stäben gehalten oder, im Fall der Hängestufentreppe, von der Decke abgehängt werden.
- Tragbolzentreppe, bestehend aus einzelnen Treppenstufen, die durch biegesteife Tragbolzen (oder Doppeltragbolzen) starr miteinander verbunden sind.

 

 
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