-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Boden - 19.08.2018
 Ausbau / Boden       


FUSSBODENUNTERBAU

Ebener Unterbau für den Fussboden

Estriche gleichen Unebenheiten der Rohbaukonstruktion aus und schaffen die Voraussetzung für den Halt der Bodenbeläge. Sie werden entweder direkt auf der Decke oder aber auf Trenn- oder Dämmschichten erstellt.

Am häufigsten wird der Zementestrich verwendet. Heute werden im Wohnungsbau überwiegend folgende Estricharten / Unterlagsböden einge­setzt:

·        Zementestrich

·        Anhydrit- und Gipsestrich

·        Gussasphaltestrich

·        Magnesiaestrich


Estricharten
 Verbundestrich (Zementestrich)
Er wird in der Regel im Nass-in-nass-Verfahren - ein homogener Verbund mit frischem Unterbeton oder frischem Unterbodenestrich - hergestellt. Nach zirka drei Tagen ist der Estrich zu begehen, doch erst nach sieben Tagen sollte er belastet werden. Bevor jedoch der Fussbodenleger seine Arbeit beginnen kann, wird die Restfeuchte bestimmt. Es werden aus dem Estrich ein paar Brocken herausgeschlagen, durch Vermengen mit Calzium-Karbid in einem Druckbehälter entsteht das Gas Methol. Je nach Gasdruck kann die Restfeuchte bestimmt werden.
 
Heizestrich
Energiesparende Fussbodenheizungen werden in zunehmendem Masse im Dick- und Dünnschichtverfahren eingesetzt. Durch Zusatzmittel muss der Estrich plastischer gemacht werden, sodass die Heizrohre vollständig ummantelt werden. Generell erfolgt der Einsatz auf Dämmschichten. Vermehrt wird dabei Fliessestrich eingesetzt. 
 
Fliessestrich
Hierbei handelt es sich um selbstnivellierenden Anhydrit- oder Gipsestrich. Mit Zusatzmitteln versetzt, findet er immer mehr als Heiz- und Installationsestrich Verwendung. Wichtig sind eine durchflusssichere Dichtungsschicht sowie eine seitliche Abgrenzung aus Randstreifen, damit Schallbrücken vermieden werden.
 
Schwimmender Unterlagsboden (UB)
Die schwimmende Verlegung - auf Dämmschicht - verbindet den Wärme- mit dem Schallschutz. Schwimmend bedeutet, dass die Estrichplatte als Ganzes sowohl vom Mauerwerk als auch vom Untergrund durch Dämmstreifen oder elastische Fugenbänder getrennt wird. 
 
Estrich auf Trennlage (PE-Folie)
Diese Art der Verlegung wird überall dort angewendet, wo keine Isolierung erforderlich (im Aussenbereich) und keine dauerhafte Verbindung zum Untergrund möglich ist. 
 
Wärmedämm-Leichtbeton
Dieses Estrich-Gemisch aus Dämmgranulat und Zement bringt gleichzeitig Schall- und Wärmeschutz, kann auch als Fliessestrich eingebracht werden und findet seine überwiegende Verwendung in der Sanierung von Altbaudecken.
 
Trockenestrich
Durch den Einsatz von vorgefertigten Platten aus unterschiedlichen Materialien, beispielsweise Gipskarton oder Holzpressspan, kombiniert mit einer Dämmschicht, erfolgt die Verlegung in schwimmender Bauweise. Vorteil: die absolute Trockenheit die einen schnellen Baufortschritt ohne Austrocknungszeiten möglich macht. Statt Hartschaum für Wärme- und vor allem Trittschalldämmung kann auch eine Schüttdämmung den Untergrund bilden. Sie erlaubt es, Unebenheiten oder sogar ein Gefälle des Unterbodens auszugleichen. Auf die Schüttung werden dann erst eine Folie und darauf Holzfaser- oder Gipskartonplatten verlegt.

 

 
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