-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Strom sparen - 24.02.2018
 Haustechnik / Elektroanlagen / Strom sparen       


SCHONEN SIE IHR PORTEMONNAIE

Elektrohaushaltgeräte und Haushaltlampen sind mit einer Energie-Etikette versehen, sie gibt den Käufern Auskunft über den Stromverbrauch.

Wäre an jedem Elektrogerät in der Wohnung ein eigener Stromzähler angeschlossen, müsste man sich nach Zustellung der Rechnung nicht die Frage stellen, wo nur die vielen Kilowattstunden hingekommen sind. Während der tropfende Wasserhahn schnell auf sich aufmerksam macht, bleibt manches "Leck" im Stromverbrauch meist jahrelang unbemerkt und kaum jemand macht sich Gedanken, wie viel Energie die Elektrogeräte von der Tiefkühltruhe bis zur Deckenlampe tatsächlich schlucken.
Wer eine Neuanschaffung plant, sollte auf die Energie-Etikette achten. Mit dieser standardisierten Etikette muss für jedes zum Verkauf stehende Neugerät die Energieklasse und der durchschnittliche Stromverbrauch angegeben werden. Die Skala reicht von Energieklasse A für besonders sparsame Geräte, bis zur Klasse G für Geräte, die eigentlich in einem Haushalt nichts zu suchen haben.
Zwar sind hocheffiziente Haushaltgeräte teurer, aber dafür im laufenden Verbrauch deutlich günstiger. "Bei einer Waschmaschine beträgt die Differenz im Strom- und Wasserverbrauch rund 50 Franken pro Jahr", rechnet das Bundesamt für Energie in einem Kostenvergleich vor. Damit hat sich der Aufpreis für ein Gerät der Klasse A schon nach wenigen Jahren amortisiert.


Gewohnheiten verändern

Fast in jedem Haushalt wird Strom verschwendet - das belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie. Um Strom zu sparen, ist aber oft kein grosser technischer oder finanzieller Aufwand nötig, sondern lediglich kleine Veränderungen der Gewohnheiten.
Beispiel Küche: Wer öfter den Energie sparenden Dampfkochtopf verwendet, die Töpfe und Pfannen auf die exakt passenden Herdplatten stellt und beim Backen den Ofen zehn Minuten vor Ende der Garzeit ausschaltet und damit die Restwärme nutzt, spart übers Jahr einige Kilowattstunden ein.
Ähnliches gilt für die Beleuchtung: Dass am Abend ein Zimmer nach dem Verlassen hell erleuchtet bleibt, ist zumeist eher eine Frage der Bequemlichkeit als der Vernunft. Lediglich im Fall von Leuchtstoff- und Energiesparlampen ist das Brennenlassen sinnvoller, anstatt sie auszuschalten und - wenn nötig - nach kurzer Zeit wieder einzuschalten. Denn diese Lampen brauchen in den ersten Minuten überdurchschnittlich viel Strom. Für das Treppenhaus oder die Aussenbeleuchtung ist es ratsam, mit einem Zeitschaltrelais die Brenndauer zu begrenzen. Dort, wo das Licht meist angeschaltet bleibt - zum Beispiel in einem dunklen Korridor -, empfehlen Experten einen Wechsel auf Energiesparlampen.
Dass sich Stromsparen lohnt, belegen Zahlen. Vor allem ältere Geräte sind oft Stromfresser. Kühlgeräten mangelt es in aller Regel an einer ausreichenden Isolierung. Wasch- oder Geschirrspülmaschinen weisen einen geringen Wirkungsgrad auf.


Stromfresser "Dauerbetrieb"

Weitere - nur wenig beachtete - Stromfresser sind so genannte Stand-by-Schaltungen. Dazu gehören unter anderem Drucker oder Fernseher. Diese Geräte sollten lieber abgeschaltet bleiben als rund um die Uhr im Dauerbetrieb, das heisst Stand-by-Modus, gelassen werden. Solch ein "Schlummer-Verbrauch" von 12 Watt summiert sich immerhin auf mehr als über 100 Kilowattstunden pro Jahr.
Wenn - wie beispielsweise beim Telefax - ein Dauerbetrieb dennoch unerlässlich ist, sollte der Stand-by-Verbrauch in die Kaufentscheidung mit einfliessen. Hier gilt als Faustregel: Jedes Watt, das weniger verbraucht wird, führt im Zeitraum von fünf Jahren zu einer Einsparung von rund zehn Franken Stromkosten.

 

 
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