-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema F - K - 19.08.2018
 Lexikon / Baulexikon / F - K       


Von F wie Faserzement bis K wie K-Wert

Faserzement

als Verbundwerkstoff mit besonderen Eigenschaften. Er ist in erhärtetem Zustand witterungsbeständig, frostsicher und nicht brennbar. Faserzement wird z.B. für Platten und Rohre verwendet.

Flachs

Flachs als Dämmmaterial besteht aus einheimischen, nachwachsenden Rohstoffen, die umweltfreundlich aufbereitet werden.

Fundamente (Fundationen)

übertragen die Bauwerks- und Nutzlasten auf den Boden. Sie werden so gestaltet, dass die Standsicherheit (z.B. Stützmauern, die Grundbruch- und Rutschsicherheit) gewährleistet ist und keine unzulässig grossen Setzungen aufreten (Schiefstellung, Rohranschlussbrüche, Setzungsdifferenzen gegenüber angebauten Objekten). Fundamente werden als Einzel-, Streifen- oder Plattenfundamente erstellt. Die minimale Fundationstiefe entspricht der Frosteindringungstiefe. Diese beträgt mindestens 80 cm (im Gebirge tiefer!).

Gebäudetechnik

oder Haustechnik als anspruchvolles Spezialgebiet. Sie umfasst praktisch das gesamte "Innenleben" eines Gebäudes, nämlich Elektro-, Gas-, Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärinstallationen (Wasser, Warmwasser, Abwasser). Jede der genannten Installationen ist ein Fachgebiet für sich und sollte nur von entsprechend ausgebildeten Fachleuten erstellt werden.

Gefache

als Zwischenräume im Fachwerkbau und bei der Ständerbauweise. Es handelt sich um die Leerräume, welche später zwischen den aufgestellten Balken (dem Gerüst des Hauses) durch entsprechende Materialien ausgefüllt werden.

Generalunternehmer

ein Unternehmer, der von einem Bauherrn einen Gesamtauftrag (auf Basis eines Werkvertrages) erhält und diesen selbst oder in Zusammenarbeit mit Subunternehmern ausführt. Es empfiehlt sich, für einen Generalunternehmerauftrag die Vertragsformulare des SIA oder der VSGU zu benützen. Vertragsarten: Pauschal- oder Globalvertrag, Vertrag auf Abrechnung oder mit Kostendach.

Gleichstrom

fliesst gleichmässig (im Gegensatz zum Wechselstrom) nur in eine Richtung. Gleichstrom liefern Batterien und Akkumulatoren (Einsatz in entsprechenden Geräten und Leuchten).

Granit

ein Tiefengestein. Granit besteht aus einem Gemenge von Quarz, Feldspat und Glimmer. Er hat dank seiner Härte, Druckfestigkeit, seinem Gewicht und der Wetterbeständigkeit hervorragende Eigenschaften. Granite gelten allgemein als robusteste Natursteine.

Grundwasserabsenkung

ein Verfahren zum Absenken des Grundwassers, wenn dieses bei Bauarbeiten Probleme verursachen könnte. In einfachen Fällen kann dies mit Drainagen, Sickerleitung und Pumpensumpf erreicht werden. Bei grösseren Absenktiefen stehen das Wellpoint-Verfahren (Vakuum-Verfahren) und die Absenkung mit Filterbrunnen zur Verfügung.

Haustechnik

die Gesamtheit der Innenbetriebsinstallationen, welche durch Fachingenieure geplant und von Spezialisten ausgeführt werden. Siehe auch "Gebäudetechnik".

Holzweichfaser

Holzweichfaserplatten werden aus Holzhack- und Sägespänen hergestellt. Bindemittel sind natürlich Lignine des Holzes, die völlig umweltfreundlich sind.


Hydrologie

als Lehre vom Wasser. Sie befasst sich mit Vorkommen, Eigenschaften und wirtschaftlicher Nutzbarkeit des Oberflächen- und Grundwassers.

Injektionen

als angewandte Abdichtungs- und Reparaturtechnik. Bei einer Injektion wird ein Mittel (Beton, Harze etc.) in die für die Injektion vorgesehene, d.h. durch Vorabklärungen geprüfte Stelle eines Bauteils unter Druck eingespritzt. Als Arbeitsgeräte werden Handpressen, Hand- oder Schlauchpumpen mit Schläuchen und Rohren eingesetzt. Bei hohem Druck kommen Kolben-Schnecken oder Membranpumpen zur Anwendung. Vor allem bei Sanierungen sowie dem Unterhalt und der Abdichtung von Betonbauten gelangt die Injektionstechnik zum Einsatz. Sie setzt grosses Spezialwissen und die Einhaltung der Unfallverhütungsmassnahmen (Suva-Vorschriften) voraus.

Kalksandstein

ein weisser Baustein, der aus kalk- und kieselsäurehaltigen Zuschlägen (in der Regel Sand) durch Pressen geformt und unter Dampfdruck gehärtet wird. Er ist massgenau, winkelrecht und planeben. Kalksandsteine werden zur Erstellung von tragendem und nichttragendem Mauerwerk sowie Kellerinnenwänden verwendet. Insbesondere ist er geeignet bei hohen Anforderungen an statische Belastbarkeit, Schallschutz, Wärmeschutz, Wärmespeicherfähigkeit und Brandschutz. Kalksandsteine eignen sich aufgrund ihrer Eigenschaften auch gut zur Erstellung hochwärme- und kerngedämmter Aussenwände. Für Sichtmauerwerk, das der Witterung direkt ausgesetzt ist, sind frostbeständige Kalksandstein-Vormauersteine oder Kalksandstein-Verblender zu verwenden.

Karbonatisierung

ein zerstörender Prozess im Beton durch die in der Luft befindlichen Säuren (u.a. Kohlensäure). Wenn der Betonstahl einer Armierung (Bewehrung) nicht genügend durch den eingebrachten Beton abgedeckt resp. abgedichtet ist, beginnen vorerst einzelne, später weitere Stahl- oder Eisenteile zu rosten und es entstehen Risse und Abplatzungen. Diese bedürfen früher oder später einer Sanierung.

Kelvin

als Temperaturmasseinheit, basierend auf dem absoluten Nullpunkt. Dieser ist nach der Kelvinskala bei -273° C festgelegt.

Klebeparkett

aus vorgefertigen Platten. Diese sind ca. 50 x 50 cm gross und bestehen aus massiven Stäbchen oder Klötzchen. Die Platten werden direkt auf den glatten Unterlagsboden geklebt. Nach dem Verlegen wird das Klebeparkett geschliffen und versiegelt, geölt oder gewachst. Für die zusätzliche Erhöhung von Gehkomfort und Trittschallverbesserung erfolgt die Verlegung von Fertigparkett mit speziellen Klebestoffen.

Kniestock

ein Begriff aus dem Holzbau. Wenn zwischen der Dachschräge und dem Dachgeschossboden eine senkrechte Wand beliebiger Grösse geschaffen wird, nennt man dies in der Fachsprache des Zimmermanns ein "Drempel" oder "Kniestock".

Kondensation

durch Dampfdiffusion. Poröse Baustoffe lassen Feuchtigkeit ins innere der Bauteile dringen. An den äusseren, kalten Wandschichten kondensiert ein Teil des diffundierenden Dampfes in Form von Kondenswasser.

Kork

Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen und als Schrot oder Dämmplatte (Blähkork oder Brackkork) angeboten.

Körperschall

wird durch Einwirkung auf feste Körper erzeugt (z.B. Klopfen, Hämmern, Türschlagen, Wasserrauschen).

K-Wert


als Abkürzung für die Wärmedurchgangszahl (Wärmekoeffizient), zur Beurteilung der Wärmedämmeigenschaften von Bauteilen. Sie gibt an, wie gross die Wärmeleistung (Wärmefluss) in Watt ist, die durch 1 m2 Bauteilfläche (z.B. Wand- oder Dachkonstruktion) bei einer Lufttemperaturdifferenz zwischen beiden Aussenflächen von 1K (Grad Kelvin, siehe "Kelvin") oder 1° C hindurchgeht. Je niedriger der k-Wert ist, desto grösser ist die Dämmeigenschaft. Ein k-Wert 0 würde bedeuten, dass trotz einem Temperaturunterschied zwischen aussen und innen keine Wärme fliesst.

 

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