-bauratgeber.ch - Tipps zum Thema Baueingabe - 21.05.2018
 Planung / Bauablauf  / Baueingabe       


BAUORDNUNGEN & GESETZE

Es gibt eidgenössische, kantonale und kommunale Planungs-, Bau- und Umweltvorschriften, die beim Bauen berücksichtigt werden müssen. Die Vorschriften sind in verschiedenen, nach Sachgebieten getrennten Gesetzeserlassen geregelt.

Eidgenössische Gesetze

Wesentliche eidgenössische Bestimmungen, welche je nach Art und Lage des Bauvorhabens zu berücksichtigen sind, finden Sie in der Systematischen Sammlung des Bundesrechts unter:
   
4 Schule - Wissenschaft - Kultur zum Bereich Natur- und Heimatschutz
5 Landesverteidigung zum Bereich Zivilschutz (Schutzräume)
7 Öffentliche Werke - Energie - Verkehr zum Bereich Raumplanung  
8 Gesundheit - Arbeit - Soziale Sicherheit zu den Bereichen Arbeitnehmerschutz, Schutz des ökologischen Gleichgewichtes (Umweltschutz etc.) 
9 Wirtschaft - Technische Zusammenarbeit zu den Bereichen Landwirtschaft, Wald, Fischerei  
 
 
Kantonale Gesetze 

Die wesentlichsten kantonalen Vorschriften sind in den jeweiligen kantonalen Gesetzessammlungen, meist im Band 7-Planungs-, Bau- und Umweltgesetzte, zu finden. Siehe dazu die jeweiligen kantonalen Internetseiten www. IhrKanton .ch  (zB. www.sg.ch ) wo sie die Gesetztessammlungen, sowie weitergende Informationen zum Thema Baubewilligung finden.


Kommunale Vorschriften 

Die zu berücksichtigenden kommunalen Vorschriften sind in der gemeindeeigenen Bauordnung geregelt. Die wesentlichsten Vorschriften, je nach Art und Grösse eines Bauvorhabens sind:
   
  Bau- und Zonenordnung, Zonenpläne, Gestaltungspläne
  Kanalisationsreglement
  Wasserversorgungsreglement
  Bau-, Niveau- und Abstandslinienpläne
  Natur- und Heimatschutzvorschriften und -inventare 

 
Baueingabe

Es empfiehlt sich das Bauvorhaben mit der Gemeinde vor zu besprechen. Dies kann bei komplexen Bauvorhaben auch mit Einbezug von kantonalen Fachstellen oder der kantonalen Leitstelle für Baubewilligungen erfolgen. Die meisten Gemeinden haben Informationsblätter zu den verschiedensten Sachbereichen des Bauens oder bieten das Eingabeformular direkt online auf ihrer Internetseite an.  

Eine Baueingabe umfasst die folgenden Unterlagen:
- Baueingabeformular
- Grundbuchauszug
- Plansatz bestehend aus Projektplänen und Katasterkopie
- Berechung der Ausnützungsziffer (Baumassenziffer)
- Allfällige Ausnahmegesuche, inklusive Begründung
- Nachweis energetischer Massnahmen
- Je nach Objekt sind ausserdem Berechnungen, Modelle oder Fotomontagen mitzuliefern.

Da mit dem Bauen erst nach Vorliegen der rechtskräftigen Baubewilligung begonnen werden darf, ist das Baugesuch entsprechend den Verfahrensfristen frühzeitig einzureichen.Die Gemeinde erteilt Baubewilligungen für Bauten, welche den Bauvorschriften entsprechen. Bauten ausserhalb der Bauzonen kann nur der Kanton bewilligen


Bewilligungspflicht  (§ 309 PBG ) 
        
Eine baurechtliche Bewilligung ist nötig für:
a) die Erstellung neuer oder die bauliche Veränderung bestehender Gebäude und gleichgestellter Bauwerke;
b) Nutzungsänderungen bei Räumlichkeiten und Flächen, denen baurechtliche Bedeutung zukommt;
c) den Abbruch von Gebäuden in Kernzonen;
d) Anlagen, Ausstattungen und Ausrüstungen;
e) die Unterteilung von Grundstücken nach Erteilung einer baurechtlichen Bewilligung oder nach erfolgter Überbauung, ausgenommen bei Zwangsabtretung;
f) wesentliche Geländeänderungen, auch soweit sie der Gewinnung oder Ablagerung von Materialien dienen;
g) Änderungen der Bewirtschaftung oder Gestaltung von Grundstücken in der Freihaltezone, ausgenommen Felderbewirtschaftung und Gartenbau;
h) Mauern und Einfriedigungen;
i) Fahrzeugabstellplätze, Werk- und Lagerplätze;
k) Seilbahnen und andere Transportanlagen, soweit sie nicht dem Bundesrecht unterstehen;
l) Aussenantennen;
m) Reklameanlagen;
n) das Fällen von Bäumen aus den in der Bau- und Zonenordnung bezeichneten Baumbeständen.

Die Festsetzung und Genehmigung von Projekten für Verkehrsanlagen und Gewässer, die Genehmigung von Meliorationsprojekten und die Erteilung von wasserrechtlichen Konzessionen schliessen die baurechtliche Bewilligung ein.

Dies gilt auch für die mit dem Projekt verbundenen notwendigen Anpassungen an privatem Grundeigentum. Die zuständige Direktion kann Vorhaben, die einer meliorationsrechtlichen Genehmigung oder einer wasserrechtlichen Konzession bedürfen, der örtlichen Baubehörde zum baurechtlichen Entscheid überweisen.

 

 
Interessante Links

 
www.admin.ch/ch/d/sr/index.html
 
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